Nur der Schriftzug und ein diskreter Klappsitz im Aufzug weisen darauf hin, dass es hier, im Hansazentrum, zwischen dem Ende der Neusser Straße und dem Hauptbahnhof, in eine der schönsten Einrichtungen für Senioren in Krefeld gibt: In der obersten Etage, über dem Einkaufszentrum, eröffnet sich dem Besucher mit der Seniorenresidenz Hanseanum eine Welt voller Überraschungen und wohldurchdachtem Komfort. 125 Wohnungen mit wahlweise zwei oder drei Zimmern, mit oder ohne Balkon oder Terrasse, gruppieren sich um einen 5.000 Quadratmeter großen, üppig bepflanzten Dachgarten, der den hauseigenen Namen „Park“ verdient. 

Für Sybil Sendler und Ursula Buchta, zwei der 120 Hanseanum-Bewohnerinnen, fühlt sich das Leben in dieser „Beletage“ himmlisch an. Wie die meisten, die hier ihren Lebensabend verbringen, sind die beiden Seniorinnen gesundheitlich noch recht gut dabei. Sybil Sendler war bei der Wahl ihres Alterssitzes vor eineinhalb Jahren wichtig, nah dran zu bleiben „am prallen Leben“ in Krefeld, am Hauptbahnhof, an den Geschäften, dem Theater , dem Kino und an Lokalen in der Nähe. Die 84-Jährige scherzt: „Wäre ich auf dem Land, wäre das vielleicht landschaftlich schöner. Aber dann müsste ich mich mit den Kühen unterhalten!“ Ihre Flurnachbarin Ursula Buchta kam vor knapp einem Jahr ins Hanseanum. Beide haben – anders als die meisten anderen Senioren hier und auch anderswo – eigene Laptops mitgebracht, als sie einzogen. Ursula Buchta erzählt: „Ich habe 23 Jahre als Sekretärin bei Bayer gearbeitet. Computer kannte ich, und beim Internet wollte ich auch mitreden können. Deshalb habe ich mir 2004 ein Laptop geholt.“ Sogar Online-Banking betreibt die 75-Jährige. Nur E-Mails schreibt sie nicht. Ihre Begründung: „Dafür telefoniere ich einfach zu gerne.“ Sybil Sendler hingegen schreibt schon E-Mails, etwa an ihre vier Kinder und vier Enkel, die in ganz Deutschland verteilt leben, oder um sich mit ihren Freundinnen zu verabreden. Dafür lehnt sie das Online-Banking ab. „Aber nicht, weil mir das nicht sicher genug wäre. Nein, ich gehe lieber selbst zur Bank. Da bedient mich immer so ein netter junger Mann“ , feixt sie.

Bisher mussten die beiden kontakt- und technikfreudigen Seniorinnen umständlich und recht langsam mit einem UMTS-Gerät und mit einer Fritzbox ins Internet. Wie noch sechs andere Hanseanum-Bewohner. Doch jetzt werden im ganzen Haus neue Kabel gelegt, mit Breitband-Anschlüssen für jede einzelne Wohnung. Michael Benecke, verantwortlich für die Vermietung der Wohnungen im Hanseanum, erzählt: „Die Nachfrage nach InternetAnschlüssen im Haus ist enorm gestiegen. Unity Media hat uns ein sehr gutes Angebot für das ganze Haus gemacht, und so bekommen unsere Senioren jetzt die Möglichkeit, mit modernster Technik sehr schnell ins Internet zu kommen.“ Der Aufwand dafür ist groß. Denn gänzlich aus Stahl, Beton und Glas errichtet, bildet das Gebäude einen sogenannten „faradayschen Käfig“ . Das bedeutet, dass das Innere quasi elektrisch abgeschirmt wird und nur extrem starke Leitungen verwendet werden können. 

Ursula Buchta und Sybil Sendler freuen sich schon auf die neuen technischen Möglichkeiten, die ihnen und den anderen Bewohner im Hanseanum bald zur Verfügung stehen werden. Beide wollen sich dann unbedingt auch Skype installieren lassen. Damit sie ihre Angehörigen und Freundinnen künftig per Bildtelefon nicht nur hören, sondern auch sehen können.

Seniorenresidenz Hanseanum, Neusserstr. 6, 47798 Krefeld, Tel.: 02151 / 9312-129, www.seniorenresidenz-hanseanum.de