Laute Fangesänge tönen von den Rängen im Königpalast, während Eishockey-Torwart Patrick Galbraith mit vollen Kräften versucht, das Tor gegen den Puck zu schützen. Während die Fans den Pinguinen zujubeln, sind die Spieler auf dem Eis hoch konzentriert: Nicht nur die Psyche ist gefragt, sondern auch der Körper wird enorm gefordert. 

Kein Wunder, dass die meisten Profisportler immer wieder mit Wehwehchen zu kämpfen haben. „Ich habe häufig Probleme mit den Knien“ , erklärt Patrick Galbraith im Erstgespräch mit Wilhelm Jordan vom Orthopädie Schuhtechnik und Sanitätshaus Jordan auf der Sankt-Anton-Straße in Krefeld. „Vor allem im rechten Knie spüre ich häufig Schmerzen.“ Als Orthopädieschuhmachermeister betreut Jordan viele Leistungssportler. Der Schmerz in den Knien des Torwarts wundert ihn nicht. „Patrick muss immer wieder eine Push-Bewegung ausführen“, erklärt er. „Das Gewicht verlagert sich dabei auf seine Beine. Es ist eine ganz typische Belastungsstörung, die beim Eishockey immer wieder auftreten kann.“ Jordan verspricht, mit gezielten Maßnahmen Verbesserung zu schaffen. Sportfräseinlagen sollen den Dänen auf dem Eis unterstützen, beim Training und im Alltag entlasten zusätzliche, individuell-angepasste Einlagen. „Das ist ein Tuning für den Fuß“ , erklärt der Geschäftsinhaber und lacht. Damit die Einlagen auf die Statik und die Bewegungsabläufe des Profi-Eishockeyspielers abgestimmt sind, werden mit Hilfe von modernster Technik Galbraiths Füße genau unter die Lupe genommen.

Georg Fischer, Azubi bei Jordan und selbst Hobby-Eishockeyspieler, nimmt zuerst Maß. „Meine Füße unterscheiden sich um mehr als eine Größe“, warnt der Däne vor. „Schon mit meinem Vater habe ich darüber früher immer gescherzt.“ Auch die Messung beweist: Eineinhalb Größen Unterschied sind von rechts nach links. „Als nächstes führen wir eine Fußdruckanalyse durch. Über den dynamischen Fußabdruck ist zu erkennen, welche Zonen im Fuß besonders in Anspruch genommen werden“ , erklärt der Auszubildende weiter. Während Galbraith gut gelaunt über das Messgerät läuft, erscheint die Pedobarographie seines Fußes auf dem Bildschirm. „Patrick hat einen Hohlfuß, das heißt, dass er den mittleren Bereich seines Fußes fast nicht belastet, dafür aber besonders viel Druck auf der Ferse und dem vorderen Fuß liegt“, analysiert Jana Jordan, rechte Hand und Tochter des Geschäftsführers. „Mit einer Einlage kann man den Hohlfuß ohne Probleme stützen, die Belastung verändert sich und der Schmerz in den Knien wird geringer.“ Das Orthopädiehaus auf der Sankt-Anton Straße setzt dabei auf die Anwendung der Bodytronic ID:Cam von Bauerfeind: Über das Internet werden Galbraiths Messdaten, schon von Jordan auf seine Probleme hin korrigiert, an den Dienstleister übertragen und Bauerfeind fräst die individuellen Einlagen. Die Anpassung erfolgt dann wieder an der Sankt-Anton Straße. „In einer Woche kommt Patrick zusammen mit seinen Schlittschuhen und seinen Alltagsschuhen wieder her und wir schauen, ob die Einlagen passen oder ob wir hier vor Ort noch nacharbeiten müssen“, erklärt Jordan. Dann soll Galbraith die Einlagen zuerst beim Training einlegen, um sich an das neue Tragegefühl zu gewöhnen. „Er wird an seinem kleineren Fuß, auf der linken Seite, keine Probleme mehr mit einem zu großen Schlittschuh haben“ , sagt der Geschäftsinhaber und lacht. „Auch das werden wir ausgleichen.“ Die Analyseunterlagen gibt er dem Profisportler mit: Galbraith wünscht, dass sein Arzt und sein Physiotherapeut einen Blick darauf werfen.

Die Einlagen des Sportprofis wird zu einem großen Teil seine Krankenversicherung übernehmen: Nur wenige wissen, dass die Krankenkasse, bei entsprechender Indikation, zwei Mal im Jahr Einlagen für Alltagsschuhe übernimmt. Ein Rezept für das Hilfsmittel können der Orthopäde und sogar der Hausarzt ausstellen. Bei hochwertigeren High-Tech Einlagen wird eine Zuzahlung notwendig. „Durch die Zusammenarbeit mit Bauerfeind können wir die Qualität der Versorgung hoch und die Kosten überschaubar halten“, beschreibt Wilhelm Jordan. „Davon ab-gesehen sind viele Sportler bereit, eine Zuzahlung zu leisten. Das Wohlbefinden beim Sport ist es wert.“  Bei Jordan laufen Sportler der unterschiedlichsten Sportarten auf. Golfer verbessern durch eine Einlage am Fuß ihren Abschlag, Mountainbiker haben oft mit tauben und schmerzenden Füßen zu kämpfen, die über Einlagen stabilisiert werden können, und Fußballer belasten durch schnelles Sprinten, Richtungswechsel und abrupte Stopps den Vorderfuß besonders. „Wir haben teilweise ganze Teams hier, die sich Einlagen vermessen lassen“, erklärt Geschäftsführer Wilhelm Jordan. „Aus Erfahrung weiß ich, dass die Leistung steigt. Einlagen sind eben das beste Tuning für den Körper.“

Jordan Orthophädie Schuhtechnik, Sankt-Anton-Straße 16-18, 47799 Krefeld. Telefon: 02151 298 74. Weitere Informationen finden Sie im Internet: www.ortho-schuh.de